Leinenführigkeitstraining

Leinenführigkeit üben

Ziehen, Bellen, Stehenbleiben, Anspringen… Alles Albträume von Hundehalter, wenn es um die Frage mit dem Gassigehen geht! Schon mal direkt am Anfang mal Klartext – wenn der Hund nicht an der Leine laufen kann, ist das Problem am oberen Ende der Leine!

 

Wie soll ein Hund wissen wie er es gut machen soll, wenn er grundsätzlich das nicht gelernt hat?

Der Traum – Mensch und Hund laufen entspannt nebeneinander, die Leine ist locker in der Hand und man kann wunderbar ruhig zusammen die Welt erkunden!

Schritt 1: Von einer gute Leinenführigkeit ist es den Hund erstmal zu verstehen. Für den Hund ist Gassi gehen (in der Regel) nicht nur schnell raus und Geschäfte verrichten, sondern eine Art Zeitung lesen oder Nachrichten schauen: Er kann die Welt erkunden, Marken von anderen Artgenossen „lesen“ und eben kurz seine Hood abchecken. Man sollte also nicht jedes Schnuppern unterbinden, sondern sich viel mehr für den Hund interessant machen, und sicherstellen, dass sich der Hund an einem orientiert. Dabei sollte man als Mensch stets „Anwesend“ sein – sprich Handy bitte in der Jackentasche lassen, denn sobald der Hund merkt (und das geht sehr schnell), dass du nicht mehr aktiv dabei bist, übernimmt er die Führung! Gassigehen sollte für Hund&Mensch eine tolle Beschäftigung sein, wo man sich besser kennen und lieben lernt!

In der Welpen-zeit kann man prima die Leine auch Zuhause einsetzten, damit eine gute Verknüpfung für den Hund da ist. Geschirr/Halsband ran, Leine anknipsen und los gehts im Wohnzimmer – spielen, kuscheln, Leckerlis geben… Alles tun, damit der Hund sich denkt „Huch, das ist ja ganz schön cool, wenn ich das Ding dran habe!“ Draußen immer erstmal schauen, dass der Hund seine „Geschäfte“ verrichten kann, bevor man richtig mit dem Training anfängt, sonst kann er sich nicht voll und ganz auf die Aufgaben konzentrieren. An sich ist es auch völlig ok, wenn der Hund mal vor einem läuft oder auch mal selbst entscheidet, wo er hin möchte. Genau so muss es aber für den Hund okay sein, dass du der Chef bist und du die Entscheidungen die meiste Zeit triffst. Dies kann man auch super mit unterschiedlichen Geschirre und Halsbänder erreichen – z.B. Halsband heißt „Wir zusammen, ich führe dich, ich habe dich!“ und Geschirr „Heute ist dein Tag, geh schnüffeln, mach dein Ding!“

Ein paar Tipps von uns wie man es erreichen kann, dass das Gassi gehen zu ein Spaß für Zwei- und Vierbeiner wird:

  1. Anleinen soll schön sein! Egal ob draußen oder noch Zuhause, Leine dein Hund an und lobe ihn, streichel ihn oder gib ihm ein Leckerchen. Es soll „cool“ sein, dass er an der Leine ist.
  2. Sei entspannt und souverän! Hunde können unsere Stimmungen wie ein offenes Buch lesen. Halte die Leine fest in der Hand, nah am Körper. Mach selbstbewusste große Schritte. Hab dein Blick fest vor dir. Du führst gerade das Rudel an!
  3. Wenn dein Hund dich überholt – wechsel die Laufrichtung oder die Straßenseite. Dein Hund wird sehr schnell merken, dass er dich im Blick haben muss, um dir zu folgen. Will dein Hund dich irgendwo hinziehen – bleib abrupt stehen.
  4. Es wird Tage geben, wo es nicht so gut laufen wird. Das ist okay. Du musst das akzeptieren. Beim Training könnt ihr euch gerne pausen gönnen! Auf eine Bank setzten und schmusen, oder miteinander spielen und rum blöden! Je schöner der Spaziergang, desto mehr Bock habt ihr beide eure Zeit zusammen-verbringen!

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