Typische Bully Erkrankungen

Was sind typische Krankheiten bei der Französischen Bulldogge?

Wir alle kennen sie oder haben sie selbst schon gehört: Vorurteile über Französische Bulldogge. Aber was ist dran an den Behauptungen. Wir haben uns mal mit den am weitesten verbreiteten Krankheiten befasst.

Von-Willebrandt-Disease

Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine erblich bedingte Gerinnungsstörung des Blutes, die bei verschiedenen Hunderassen beobachtet wird. Männliche und weibliche Tiere sind etwa gleich häufig betroffen. Tiere, bei denen die von-Willebrand-Krankheit diagnostiziert wurde, sollten unbedingt von der Zucht ausgeschlossen werden.

Zu den Symptomen, die auf das Vorliegen dieser Krankheit hindeuten gehören:

  • Zahnfleischbluten
  • Nasenbluten
  • Blut im Urin

Die Krankheit ist nicht heilbar. Muss ein Hund, der von-Willebrand-Krankheit betroffen ist, operiert werden, wird vor dem Eingriff die Blutungsneigung medikamentös herabgesetzt. Bei starken Blutverlusten können Blut- oder Plasmatransfusionen erforderlich werden.

Schilddrüsenerkrankungen – Erkrankungen der Schilddrüse kommen bei Französischen Bulldoggen relativ häufig vor.

Sie sind auch eine der Ursachen für verschiedenartige Hauterkrankungen und Hautallergien. Besonders häufig werden beobachtet:

  • Obsessives Fußlecken
  • Digitale Zysten

Französische Bulldoggen, die zur Zucht eingesetzt werden sollen, müssen zuvor unbedingt auf das Vorliegen von Schilddrüsenerkrankungen getestet werden.

Brachyzephalie

Die Brachyzephalie ist eine angeborene Deformation des Schädels. Der Kopf ist stark verkürzt und wirkt sehr rund. Die betroffenen Hunde haben infolge der verkürzten oberen Luftwege große Probleme beim Atmen.
Die Regulation der Körpertemperatur ist stark beeinträchtigt.

Es treten Veränderungen an der Nasenmuschel, am Gaumensegel und am Kehlkopf auf. Durch chirurgische Eingriffe kann versucht werden, den Tieren das Atmen zu erleichtern. In den Niederlanden wurde aus diesem Grund ein Gesetz erlassen, nach dem die Schnauze eines Hundes mindestens ein Drittel des Kopfes betragen muss, damit dieser zur Zucht zugelassen wird.

Achondroplasie

Diese Krankheit hat Auswirkungen auf das Wachstum des Skeletts. Sie ist ebenfalls genetisch bedingt und bei allen Säugetieren zu beobachten.
Sie wird durch eine Mutation verursacht. Bei den Betroffenen Hunden verknöchert die Wachstumszone zu frühzeitig. Dadurch wird das Längenwachstum der Knochen eingeschränkt.

Eine Französische Bulldogge mit Achondroplasie erreicht nicht die für die Rasse übliche Größe und wirkt disproportioniert, weil die Beine sehr kurz sind. Eine Therapie ist nicht möglich.

 

Wem die Gesundheit seiner Französischen Bulldogge am Herzen liegt, sollte schon bei der Auswahl des Züchters auf gesundheitliche Aspekte der Elterntiere achten. Für die kleineren Verletzungen ist es sinnvoll sich eine kleine Hausapotheke einzurichten, um im Notfall schnell helfen zu können.

Die erforderlichen Dinge lassen sich beim Tierarzt oder über das Internet besorgen. Nützlich für die Erste Hilfe bei Hunden sind:

  • Verbandsmaterial (Mullbinden, sterile Tupfer, Polstermaterial, um Gliedmaßen zu schienen)
  • Verbandsschere mit abgerundeter Spitze
  • Wundbalsam zur Desinfektion
  • Wundsalbe
  • Zeckenzange und Pinzette
  • Fieberthermometer (am besten Digitalthermometer mit biegsamer Spitze)
  • Präparat gegen Durchfall

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